Schweden Wald und Visby 2003

Wohin geht es?

Im Sommer 2003 habe ich meine bescheidenen Schwedisch-Kenntnisse zwei Wochen lang vor Ort testen können. In der ersten Woche war ich mit der Inlandsbahn und einer Draisine in Lappland unterwegs. Die zweite Woche habe ich auf Gotska Sandön und in Visby / Gotland an der Ostsee verbracht.

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Bildergalerie Schwedischer Wald und Visby 2003

Anreise: Zuerst bin ich mit dem Nachtzug "BerlinNightExpress" von Berlin nach Malmö, dann mit dem Hochgeschwindigkeitszug "X2000" weiter bis Stockholm gefahren. Von der schwedischen Hauptstadt bin ich mit der Bahn weiter nach Östersund gereist, um nach einer Übernachtung endlich mit der Inlandsbahn (Inlandsbanan) noch weiter nach Norden zu starten.

Die Inlandsbana ist eine Touristenstrecke, auf der im Sommer täglich ein Zug pro Richtung zwischen Östersund und Gällivare verkehrt. Unterwegs ziehen endlose Wälder, viele Flüsse und vereinzelte Holzhäuser am Fenster vorbei. Die Inlandsbahn macht immer wieder Verpflegungs- und Erlebnishalte.

Weiterreise: Nach einem längeren Aufenthalt in Arvidsjaur (Lappland) bin ich über Gällivare und die schwedische Stammbahn wieder nach Stockholm zurück gefahren. Etwas weiter südöstlich liegt Nynäshamn, von wo ich per Schiff zuerst nach Gotska Sandön und später nach Visby gelangt bin.

Rückreise: wieder über Stockholm und Malmö nach Berlin.

Schweden Übersicht
Bahnhof Vilhelmina Lappland: Wälder und Seen Typisches weiss-rotbraunes Holzhaus Blick auf Arvidsjaur
Vilhelmina Lappland Holzhaus Arvidsjaur

Auf der stillgelegten Eisenbahnstrecke von Arvidsjaur nach Jörn fahren heute Draisinen. Die Ausleihe der Fahrraddraisinen (jeweils eine Person plus Gepäck) wird vom Touristenbüro Arvidsjaur angeboten. Ein Tag kostete im Jahr 2003 nur 160 SEK oder umgerechnet rund 18 Euro.

Die befahrbare Strecke ist über 75 Kilometer lang. Ich bin an vier Tagen gemütlich nach Jörn und wieder zurück gefahren. Unterwegs habe ich an ruhigen Seen gezeltet. In diesen Tagen auf der Draisine habe ich mehr Rentiere als Menschen getroffen.

Nach der Weiterfahrt mit der Inlandsbahn bin ich in Gällivare noch mit einer geführten Bustour in die Erzgrube Malmberget eingefahren. Für 200 SEK ging es vier Stunden lang durch die Tiefen der Erztunnel. Die tiefste besuchte Stelle lag bei unglaublichen 1050 Metern unter der Oberfläche!!

stillgelegte Bahnstrecke nach Jörn Fahrraddraisine aus Arvidsjaur Rentier auf dem Gleis viele Blaubeersträucher ruhender See in Abenddämmerung Malmberget/Gällivare in 1050m Tiefe
stillgelegt Draisine Rentier Blaubeeren Seeruhe Malmberget
      
16 Sekunden
Draisinenfahrt
(wenig Ton)
3,33 MB Video Draisinenfahrt mit rechter Maustaste
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Gotska Sandön ist die sichtbare Erhebung einer langen Sandbank in der Ostsee. Diese Sandinsel Insel liegt 38 km nördlich der schwedischen Inseln Fårö und Gotland. Sie ist neun Kilometer lang, sechs Kilometer breit und an ihrer höchsten Stelle gut vierzig Meter hoch.

Die gesamte Insel ist ein Nationalpark und besteht eigentlich nur aus Nadelwäldern und Sandstränden. Die Übernachtung ist nur im Norden auf dem Zeltplatz oder in Hütten erlaubt. Am Lagerplatz gibt es Trinkwasser und ein Küchenhaus, aber kein Laden oder Kiosk. Im Sommer fährt drei- bis viermal die Woche ein Schiff nach Nynäshamn und Gotland. Da es aber keinen Hafen gibt muss das Schiff je nach Windrichtung irgendwo auf Gotska Sandön auf den Strand "hinauf" fahren.

Aufgrund der wenigen Besucher und der leeren Strände ist die Insel wie ein Paradies. Würzige Waldluft und eine frische Seebrise lassen Natur pur erleben. Zufällig traf ich auf Gotska Sandön eine Familie aus Visby, mit der ich spontan nach Gotland mitfuhr.

Gotska Sandön
Gotska Sandön Möwen windschnittig am Strand unbewirtschafteter Nadelwald Strandünen am Abend Anlandung am Strand
Sandön Möwenstrand Wald Abenddüne Anlandung

An der Westküste der Insel Gotland liegt die alte Hansestadt Visby. Sie entwickelte sich im 12. und 13. Jahrhundert zu einer der bedeutendsten Städte in der Ostsee. In dieser Zeit entstanden auch die vielen Kirchen und Steinhäuser und die Ringmauer. Später aber verfallen viele Gebäude. Erst im 19. Jahrhundert lebte Visby wieder auf. 1995 wird die Innenstadt zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Ein typisches Merkmal von Visby ist die 3,5 Kilometer lange Wehrmauer. Sie besteht aus Kalkstein, ist rund elf Meter hoch und noch fast komplett erhalten. Drei Haupttore und über 50 Türme zieren die Stadtmauer. Wallgräben im Osten und die Ostsee im Westen verstärkten die Abwehrfunktion. Innerhalb der Stadtmauer gibt es dreizehn Kirchenbauten. Aber bis auf die Domkirche Sankta Maria sind alle anderen verfallen und nur noch als Ruinen vorhanden - dafür aber oft gut erhalten.

Visby Innenstadt
Domkyrkan Visby S:t Hans och S:t Pers Ruinen Ringmauer um Visby Stadttor Dalmanstorget Bummelmeile Adelsgatan
Domkyrkan S:t Hans Ringmauer Stadttor Adelsgatan

Auf der Rückfahrt aus Schweden nach Berlin hatte ich in Stockholm und Malmö jeweils ein paar Stunden Aufenthalt. In Stockholm war ich wieder einmal auf der Altstadtinsel Gamla Stan unterwegs. In Malmö bin ich an den südwestlichen Strand gegangen und habe mir die Öresund-Brücke und den ruhigen Öresund bei Sonnenuntergang angeschaut und genossen.

Diese Reise war eine interessante Kombination aus Aktivitäten im Binnenland und den weiten Wäldern Schwedens einerseits und einem Strand- und Küstenstadturlaub an der Ostsee und in Visby andererseits.

Centralbron Stockholm Riddarholmskyrkan Stockholm Öresund-Brücke Abendruhe bei Malmö
Centralbron Riddarholm Öresund bei Malmö

» Linktipps

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Aktualisierte Endfassung vom 30.11.2008
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